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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 16. Juni 2017

Christus tragen – Skulpturen und Reliefs des Grazer Künstlers Erwin Huber im Stift Heiligenkreuz

Erwin Huber galt als einfühlsamer Porträtist. In seinen bildhauerischen Arbeiten setzte er sich vorwiegend mit der menschlichen Figur auseinander. Intensiv beschäftigte er sich mit religiösen Themen. 1983 schuf er ein Kruzifix für den Österreichischen Katholikentag, der unter dem Motto „Im Kreuz liegt Hoffnung“ stand. Die österreichischen Bischöfe verteilten davon 200.000 Stück als Erinnerungsgabe an die Gläubigen.

Bischof Egon Kapellari und Abt Maximilian Heim bei der Eröffnung der Ausstellung. ELISABETH FÜRST
Erwin Huber wird am 18. Mai 1929 in Graz geboren und absolviert zunächst die Kunstgewerbeschule Graz bei Wilhelm Gösser, Walter Ritter und Alexander Silveri. Danach geht er zur weiteren Ausbildung nach Italien zu Giacomo Manzù und an die Sommerakademie in Salzburg. Geprägt wird er auch durch den Schweizer Bildhauer Alberto Giacometti. Ab 1955 arbeitet Erwin Huber als freischaffender Künstler und wird Mitglied beim Steiermärkischen Kunstverein Werkbund. Bald findet sein von christlich-sakralen Themen dominiertes Werk im In- und Ausland Anerkennung.

Sakrale Plastiken. Große Wertschätzung finden seine verschiedenen Kirchen-Tore aus Bronze, darunter der Eingang der Pfarrkirche St. Paul in Graz. Von der größeren Anzahl von sakralen Plastiken, die er anfertigt, stechen besonders fünf Bronze-Portale und eine Plastik des Hl. Ägidius vor dem Grazer Dom hervor. 1980 wird Erwin Huber der Professor-Titel verliehen, 1989 erhält er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 1990 das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark, 1999 die Vincent-van-Gogh Medaille, Antwerpen. Am 27. April 2006 stirbt Erwin Huber in Graz.

Zahlreiche Porträtbüsten. Erwin Huber schuf auch zahlreiche Porträtbüsten, u.a. des Komponisten Hugo Wolf, des Dichters Peter Rosegger, des Architekten Clemens Holzmeister, des Politikers Henry Kissinger für New York, von Papst Johannes Paul II. für den Vatikan sowie von Erzherzog Johann für Wien, Florenz und Leoben. Der Titel der Ausstellung im Stift Heiligenkreuz „Christus tragen“ bezieht sich auf eine riesige Bronzestatue Erwin Hubers, die den hl. Christophorus mit Christuskind auf der Schulter darstellt. Sie wurde 1976 gegossen und in der weststeirischen Gebirgslandschaft der Gemeinde Soboth, nahe an der Straße von Eibiswald nach Kärnten, aufgestellt. Im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf erinnert der „Storchenbrunnen“ an den Künstler.
Erwin Huber, Christus tragen, Skulpturen und Reliefs, Stift Heiligenkreuz, Aula im Stiftshof, bis 30. Juli 2017