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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 24. März 2017

Inside – outside – Fotoschau iranischer Frauen im Café Maskaron im Schloss Esterházy

„Irgendwann kommt der Tag, wo alle Frauen und Männer im Iran die gleichen Rechte haben. Eines Tages werden wir frei sein, und dann werden wir unsere Rechte nie aufgeben“, hofft Ghazal Sadr, Absolventin der Kunst-Universität in Teheran. Seit 2014 lebt die Fotokünstlerin in Österreich. Sie ist Mitglied beim Fotokreis Eisenstadt und hat mit burgenländischen Kolleginnen und Kollegen eine Fotoschau iranischer Fotografinnen und Fotografen initiiert.

Iranische Fotografinnen und Fotografen beschäftigen sich mit dem Frauen-Rollenbild im Iran. DOBROWSKY
Wer sich im Iran für Frauenrechte stark macht, muss mit Verfolgung durch den Staat rechnen. Massive Diskriminierungen gehören zum Alltag iranischer Frauen. Da bleibt nicht viel Platz für Individualität. So findet das eigentliche Leben vielfach nur im Privaten statt, wenn sich die Menschen hinter geschlossenen Türen sicher wähnen, weil die Diskrepanz zwischen ihrem Lebensstil und den Vorgaben der Religion und des Staates unüberwindbar scheint. Mit der Hochzeit verliert eine Frau im Iran viele Rechte an den Mann. Die strengen Sittenwächter kontrollieren die Kleidervorschriften.

Doppelleben iranischer Frauen. 15 iranische Fotografinnen und Fotografen zeigen Frauen, sowohl im öffentlichen Raum, als auch im Schutz der Privatsphäre. „Die iranischen Frauen müssen gesetzlich ein Kopftuch im Freien tragen. Zuhause müssen sie das nicht tun, draußen schon“, so Sadr. Sie müssen also ein Doppelleben führen: inside und outside. So auch der Titel der Ausstellung, ein Projekt des Eisenstädter Fotokreises. Ihren Traum von einer Fotoschau über Frauen im Iran haben ihre engagierten Kolleginnen und Kollegen mitgetragen. Ghazal Saar hofft, dass der Graben zwischen Innen und Außen irgendwann überwunden werden kann.

Wann kommt die Gleichberechtigung? Eine Frau muss heute im Iran ihren Mann um Erlaubnis bitten, wenn sie einen Pass beantragt, wenn sie das Haus verlässt. Der Zugang zum Internet und die Verbreitung von Smartphones haben dazu geführt, dass die zahlreichen Verhaltensregeln immer häufiger gebrochen werden. Im Netzwerk Instagram zeigen sich viele Frauen so, wie sie gesehen werden wollen, ohne Tuch. 1979 gehörte es zum ehrgeizigen Programm der Islamischen Revolution, dem Volk, auch den Mädchen und Frauen, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Selbst in entfernten Bergregionen wurden Schulen errichtet. Heute stellen Frauen im Iran 65 % der Studenten und liegen damit laut UNESCO weltweit an der Spitze.
Inside – outside, Frauen im Iran, Café Maskaron, Schloss Esterházy, bis 17. 4. 2017, Fr-So 10-17 Uhr (24.-26.3.), ab 31. 3. 2017 täglich von 10-17 Uhr, Eintritt frei