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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 31. März 2017

Das Eigentliche im Bild – Der Fotograf Josef Mann ist studierter Theologe, Historiker, Autor und Extrem-Weltreisender

Josef Mann liebt die Herausforderung. 1988 begibt er sich auf die Parikrama, den Pilgerweg um den Kailash, das „Schneejuwel“, wie der heiligste Berg Tibets auf dem „Dach der Welt“ auch genannt wird. Mit Pferd und Yak umrundet er 1998 den Amnye Machen, den heiligen Berg der Ngolok-Nomaden im Osten Tibets. 1995 erreicht er mit seinem Mountainbike von Lhasa aus auf Naturpisten und über etliche Fünftausenderpässe Kathmandu. Auch Wüsten ziehen ihn in Bann, Salzpfannen, Oasen, Schluchten der Sahara und das eisige Ödland der Antarktis. 2009 radelt er mit Gleichgesinnten von Wien nach Jerusalem, durchquert in 40 Tagen zehn Länder, fährt 3.712 Straßenkilometer und schafft 23.118 Höhenmeter.

2008 schafft Josef Mann seine beeindruckenden Kreuzwegbilder. MANN
Josef Mann hat in den letzten 30 Jahren rund 40 Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika bereist und seine Eindrücke mit der Kamera kaleidoskopartig eingefangen: Indien mit seinen grellbunt schillernden Farben, mit seiner verwirrenden Vielfalt an Sprachen, Kulturen und Religionen ebenso wie den kriegserschütterten Irak 2012, das von Israel besetzte palästinensische Westjordanland 2011 oder die sudanesische Hauptstadt Khartum.

Stillleben. In einer jüngst erschienenen Publikation zeigt Josef Mann Stillleben. Es sind schweigende, tiefgründige Bilder zu den Themen Tierleid, Kahlschlag und Lebensstil, die er selbst als „verstörende, schockierende Kompositionen“, als „skurrile und surreale Momente“ und „kritisch und infrage stellend“ bezeichnet. Josef Mann: „In meinen Bildern suche ich das Eigentliche im Bild. Es geht mir um die Darstellung regloser, lebloser Objekte der Natur und des alltäglichen Lebens wie welke Blumen, faulende Früchte, tote Tiere, abgelaufene Sanduhren, aufgeschlagene Bücher, zerbrochene Gläser. Um den leeren Schein und die Vergänglichkeit alles Irdischen.“

Theologe und Journalist. Von 1981 bis 1993 ist Josef Mann Redakteur des Bildungsmagazins „Werkmappe Weltkirche“, von 2001 bis 2006 der Zeitschrift „Kolping Österreich“ und 1994 bis 2010 der Quartalsschrift für den interreligiösen Dialog „Religionen unterwegs“. Er gibt eine Reihe von Publikationen heraus, darunter „Wege zu Gott – Gotteserfahrungen in den Weltreligionen“, „Und vergib uns unsere Schuld(en)“, „Was ist denn mit der Arbeit los?“, und „Nie wieder Jerusalem?“. Darüber hinaus erscheinen Fotoreportagen in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen.
Die Publikation „Josef Mann, Die schöne neue Welt, Stillleben“, ist 2016 im Verlag MANN&SKRIPT erschienen.