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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 17. März 2017

Aufbruch und Neubeginn – Rendezvous mit burgenländischen Künstlerinnen und Künstlern in Oberschützen

Als das heutige Burgenland 1921 von Ungarn zu Österreich kam, musste sich erst eine burgenländische Kunstszene bilden. Herausragende Persönlichkeiten gaben dabei Impulse. Eine Ausstellung mit dem Titel „Rendezvous mit burgenländischen KünstlerInnen – Meisterwerke aus der Sammlung der Landesgalerie“ versucht, diesen Weg nachzuvollziehen.

Rudolf Klaudus, Häuser in Kleinwarasdorf. FROEHLICH
Die Sammlung der burgenländischen Landesgalerie umfasst an die 7.000 Exponate; Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen und Plastiken, Installationen, Fotos, Videos und Neue Medien. Eine Auswahl von den Anfängen 1921 bis zur Gegenwart ist zurzeit im Kulturzentrum in Oberschützen zu sehen. Am Beginn stand die Entdeckung der burgenländischen Landschaft und der Menschen des Landes. Arbeiten von Rudolf Raimund Ballabene, Franz Elek-Eiweck, Rudolf Klaudus und Alfred Pahr stehen dafür. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Vereins der „Eisenstädter Kunstfreunde“, der später in den „Burgenländischen Kunstverein“ umgewandelt und 1938 aufgelöst wird. Künstler wie Rudolf Klaudus werden mit Ausstellungsverbot belegt.

Kunstskandal. Nach 1948 erfolgt ein Neuanfang. Karl Prantl und Rudolf Kedl treten auf den Plan, internationale Entwicklungen fließen ein. Das geht nicht ohne Konflikte über die Bühne. Eine Ausstellung in der Eisenstädter Orangerie im Mai 1954 löst große Empörung unter den Besuchern aus. Ein Aufbruch erfolgt in den 1960er, 70er und 80er Jahren, in denen sich viele bekannte Künstlerinnen und Künstler aus dem urbanen Bereich im Burgenland ansiedeln. Sie finden hier ideale Bedingungen für ihre Arbeit.1959 wird das Internationale Bildhauersymposium in Sankt Margarethe gegründet.

Internationalisierung. In weiterer Folge entstehen die Werkstatt Breitenbrunn, der Friedrichshof, die Rabnitztaler Malerwochen, das Künstlerdorf Neumarkt an der Raab. Wichtige Impulse setzt Alfred Schmeller, Landeskonservator für das Burgenland. Er bringt Künstler wie Anton Lehmden, Wander Bertoni und Roland Rainer in das Burgenland. 1972 wird die Burgenländische Landesgalerie, damals im Schloss Esterházy, eröffnet, vier Jahre später die Cselley Mühle, dann die KUGA in Großwarasdorf und das OHO in Oberwart. Unter Kulturlandesrat Gerald Mader werden gegen manche Widerstände die Kulturzentren errichtet. Heute findet man so prominente Namen wie Martha Jungwirte, Walter Pichler, Feri Zotter, Elfie Semotan, Sepp Laubner, Walter Schmögner oder Franz Hametner im Burgenland.
Meisterwerke aus der Sammlung der Landesgalerie Burgenland, Kulturzentrum Oberschützen, Hauptplatz 8, bis 7. April 2017, Mo-Do 8-15.30, Fr 8-12.30 Uhr und bei allen Veranstaltungen, barrierefreier Zugang, Eintritt frei