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Kirche, Kunst und Kultur

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Freitag, 3. Februar 2017

Landeskulturpreise 2016 – Sechs Persönlichkeiten erhalten Würdigungspreise

Das Land Burgenland vergibt im Abstand von drei Jahren für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Kultur den Landeskulturpreis. Er ist nicht nur eine Ehrung für um die Kultur des Landes besonders verdiente Menschen, sondern auch ein Dank für das langjährige und verdienstvolle Bemühen um Wissenschaft, Kunst und Kultur im Burgenland.

Ausgezeichnet. LR Helmut Bieler mit Julius Koller, Christa Prets, LH Hans Niessl, Marianne Gruber,
Wolfgang Horwath und Hans Spieß (v.l.n.r.).
Am 14. Dezember des Vorjahres wurden im Eisenstädter Kultur- und Kongresszentrum die Kulturpreise des Burgenlandes verliehen. Unter den Geehrten befand sich auch Prof. Julius Koller. Er durfte den Würdigungspreis für Musik entgegennehmen. Der 1950 in Stegersbach geborene Musikpädagoge hat als Lehrer und Chorleiter am Gymnasium in Eisenstadt „sowohl in fachlicher als auch in pädagogisch-didaktischer Hinsicht Meilensteine im Unterrichtsfach Musik gesetzt“, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung.
Hohe Verdienste habe er sich auch mit seinem großen Engagement für den Stellenwert des Singens und mit seinem kompositorischen Schaffen erworben.

Würdigungspreis für Musik. Julius Koller hat jahrelang den Chor in Sankt Margarethen geleitet und sich auch bei den Passionsspielen musikalisch engagiert. Seit seiner Übersiedlung nach Großhöflein wirkt er in der dortigen Pfarrkirche als Organist. 1999 wurde er mit den Agenden eines Fachinspektors für Musik- und Instrumentalerziehung an mittleren und höheren Schulen des Burgenlandes unter gleichzeitiger Mitbetreuung der allgemeinbildenden Pflichtschulen betraut. 2014 wurde Julius Koller das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich vom Bundespräsidenten verliehen.

Kompositionen für Messen. Für Gemischten Chor-Satz hat Julius Koller auch Messen komponiert, die „Missa brevis in honorem Sancti Stephani“ und die „Sankt Margarethner Messe“. Seit er in Pension ist, habe er endlich Zeit, viel zu schreiben und zu komponieren, meint der Geehrte und zitiert den Philosophen Friedrich Nietzsche, der überzeugt war, dass „ein Leben ohne Musik ein Irrtum wäre“ („Der Deutsche denkt sich selbst Gott liedersingend“).

Weitere Würdigungspreise gehen an die aus Dürnbach stammende Schriftstellerin Marianne Gruber, die den Würdigungspreis für Literatur und Publizistik erhält, an den Vorsitzenden der Burgenländischen Volkshochschulen Hans Spieß (für Erwachsenenbildung und Volkskultur), den langjährigen Leiter der biologischen Station Illmitz Univ.-Prof. Alois Herzig (für Wissenschaft), an den Künstler Wolfgang Horwath (für bildende Kunst und Fotografie) und Christa Prets, ehemalige Kultursprecherin im Europäischen Parlament (für Darstellende Kunst, Film und Video).