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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Montag, 25. April 2016

Bildwechsel – Ausstellung der Caritas über Roma in Graz soll unter die Haut gehen

Roma sind zwar die größte Minderheit in Europa, in vielen Ländern leben sie aber vielfach in bedrückender Armut und sind mit Vorurteilen und sozialer Ausgrenzung konfrontiert. Oft wird auch in Österreich kein positives Bild über sie gezeichnet. Die Vorurteile sitzen bei vielen Menschen noch tief. Mit der Ausstellung „ROMA.Bildwechsel“ möchte die Caritas Steiermark dazu beitragen, bisherige Sichtweisen zu hinterfragen, um zu einer Änderung der Verhältnisse zu führen.

Wie werden Romnija im öffentlichen Raum wahrgenommen? SCHMID

Bilder von Menschen sind keine Zufallsprodukte. Sie entstehen aus dem, was die Darstellenden zeigen, aus dem, was Fotografen sehen und aus dem, was die Betrachtenden wahrnehmen. Dieselben Menschen können in unterschiedlichen Inszenierungen völlig anders aussehen und wirken. In der Ausstellung über die Roma wird genau dieser Blickwechsel vorgenommen. Es geht vor allem um den Versuch einer Abkehr von den vorherrschenden Vorurteilen. Die Ausstellung zeigt junge Frauen aus einem Roma-Projekt im Zentrum der slowakischen Stadt Banská Bystrica. Im Mittelpunkt steht dabei die selbstverständliche Nutzung des öffentlichen Raums durch jene Menschen, denen diese Präsenz häufig nicht oder nur ungern zugestanden wird.

Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Arbeit ist im Herbst 2014 in der slowakischen Stadt Banská Bystrica gemeinsam mit dem Fotografen Michael Schmid und Romnija aus Detva, Banská Stiavnica und Ziar entstanden und wird nun anlässlich des Internationalen Tages der Roma, der am 8. April begangen wird, gezeigt. Sie erinnert auch an den ersten Internationalen Roma-Kongress 1971. An diesem Tag wird weltweit auf die Situation der Roma hingewiesen. Die Geschichte der Roma in Europa ist eine Geschichte der Armut, Diskriminierung und Ausgrenzung, die bis heute anhält. Die Caritas und Welthaus der Diözese Graz-Seckau unterstützen Bildungsprojekte für Roma, um den Zugang zu Schule und Ausbildung zu gewährleisten und die Armutsspirale zu durchbrechen.

Menschenwürde und Gerechtigkeit. Welthaus ist eine entwicklungspolitische Institution der katholischen Kirche in der Steiermark und wurde 1970 ins Leben gerufen. Die zentrale Aufgabe von Welthaus ist der Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit weltweit. In Entwicklungsländern unterstützt Welthaus mit Mitteln des steirischen Kirchenbeitrags vorwiegend Projekte, die die Armut in ländlichen Regionen verringern und die Menschenrechtssituation verbessern sollen. In vielen Ländern leben Roma unter elendsten Verhältnissen, in Abrisshäusern, in leer stehenden Häusern ohne Wasser und Strom, übernachten in Autos oder sind obdachlos auf der Straße. Sie werden zur Zielscheibe pauschaler Anschuldigungen und sind immer in Gefahr, vertrieben zu werden, obwohl sie EU-Bürger sind.

Roma.Bildwechsel – Fotokunstprojekt, Caritas Paulinum, Graz, Grabenstraße 39,
bis 28. April, werktags 8-16 Uhr.

Montag, 18. April 2016

Farbenuniversum: Dem ungarischen Künstler Károly Klímó widmet die Galerie Hametner in Stoob eine Schau

Die Frage des Seins in seiner Begrenztheit und seinen Möglichkeiten beschäftigt den ungarischen Maler Károly Klímó. Joseph Beuys, Arnulf Rainer und der amerikanische Objektkünstler Cy Twombly prägen ihn. Seine existentialistischen Anfangsarbeiten weichen bald beeindruckenden Collage-Arbeiten. Seine Themen findet er im aktuellen politischen Geschehen, der Umweltproblematik und der Philosophie. Seit 1990 lehrt er an der Ungarischen Akademie für Bildende Kunst in Budapest. Károly Klímó zählt heute zu den bekanntesten zeitgenössischen Künstlern Ungarns.

Károly Klímós künstlerischer Werdegang führt von der figuralen Darstellung
in die Abstraktion und zur Aneignung eines prachtvollen „Farbenuniversums“. PATAKI

In seinen frühen Jahren manifestiert sich in den Arbeiten von Károly Klímó eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Existentialismus. Zunächst beginnt er, einzelne abstrakte Elemente in seine figuralen Motive aufzunehmen, um sie dann behutsam auf ihre Kernformen zurückzuführen und immer mehr zu reduzieren. Allmählich führt ihn sein künstlerischer Weg von der figuralen Darstellung in einem langsamen Prozess in die Abstraktion und zur Aneignung eines prachtvollen Farbenuniversums.
Materialität der Farbe. Die Freiheit hat für Károly Klímó sowohl in seinen Arbeiten als auch in seinem Denken einen wichtigen Platz, meint die Kulturpublizistin Verena Kienast. „Seine Themen findet Klímó im aktuellen politischen Geschehen, der Umweltproblematik und der Philosophie und übersetzt sie in seine höchst abstrakten Formen und die Materialität der Farbe, die er in Farbfeldern in ein neues Spannungsverhältnis bringt. Es ist eine Referenz an die Spannungen der Gesellschaft und des Seins“, so Kienast.
Staatspreis-Träger. 1936 in der südungarischen Stadt Békéscsaba geboren studiert Károly Klímó von 1956 bis 1962 an der Ungarischen Akademie für Bildende Künste in Budapest. Er nimmt an Gruppenausstellungen in Paris, Belgrad, Wien und Mailand teil. 1976 stellt er auch in Teheran und Neu Dehli aus. Einzelausstellungen in Nürnberg, Straßburg, New York, Wien, Zürich, Hamburg, München, Stuttgart und in den Niederlanden folgen. Im Jahr 1972 erhält er den renommierten Munkácsy-Preis. 1993 wird er Korrespondierendes Mitglied der Széchenyi Akademie der Künste. 1998 erhält er den Ungarischen Staatspreis. Seine Arbeiten sind in der Budapester National Galerie vertreten, im Museum für Zeitgenössische Kunst, im Szentendre Ferenczy-Museum, im Janus Pannonius Museum in Szombathely und in der Stadt-Galerie Györ, im Ausland in der Albertina in Wien sowie in öffentlichen Sammlungen in Mannheim, Kiel, in den USA, in Finnland und im Museum of Modern Art in Seoul.

Károly Klímó, Malerei, Galerie Hametner, Stoob, Kirchengasse 16, bis 30. April 2016, Sa/So 15-19 Uhr sowie gegen tel. Voranmeldung unter 0676 96 07 167, Eintritt frei.