Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
DeckeEntwurf3

Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 19. Februar 2016

Bilder der Vielfalt – Jahr 2016 wird „Jahr der kulturellen Vielfalt“

Das Jahr 2016 steht im Burgenland im Zeichen der kulturellen Vielfalt. Bereits seit dem Jahr 2004 setzt die Kulturabteilung kulturpolitische Jahresschwerpunkte, zuletzt 2015 mit dem „Jahr der Volkskultur – Burgenland musiziert“. Das „Jahr der kulturellen Vielfalt 2016“ wurde offiziell unter die Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission gestellt. Auftakt ist die Ausstellung „Bilder der Vielfalt. Die Volksgruppen in der bildenden Kunst“ im Projektraum der Burgenländischen Landesgalerie.

Sr. Elfriede Ettls kroatische Frauen sind das Logo der Ausstellung. KSB/WEISS

Ausgangspunkt für die erste Ausstellung im Rahmen dieses Schwerpunktjahres ist ein 2015 ausgeschriebener Kunstwettbewerb, den die Neufelder Künstlerin Elke Mischling gewonnen hat. Wir haben darüber in der letzten Nummer des martinus berichtet. Das Burgenland hat eine breite sprachliche Vielfalt, die sich nicht nur auf das Deutsche, Kroatische, Ungarische und Romanes reduzieren lässt. Eng damit verbunden ist die ethnische Vielfalt. Facettenreich sind Brauchtum und gelebte Volkskultur im Land. Darüber hinaus gibt es eine bunte künstlerisch-kreative Vielfalt.

Kroatin mit Zwiebel. Die Ausstellung im Projektraum zeigt neben einigen ausgewählten Beispielen der eingereichten Arbeiten zum Förderpreis, darunter Bilder von Julia Neckel, Wilhelm Rosenender, Heinz Bruckschwaiger, Jutta Brunsteiner, Martin Egger, Erich Novoszel, Heidi Rada, David Roth, Doris Schamp und Franziska Schmalzl, Werke früherer, bereits verstorbener Künstler, wie des Landschaftsmalers, Zeichners, Radierers und Kupferstechers Johann Christian Brand (1722 bis 1795). Von ihm stammt das älteste Bild in der Ausstellung. Es zeigt eine „Kroatin mit Zwiebel“ und stammt aus dem Jahr 1776.

Volksgruppen in der bildenden Kunst. Die rund 30 ausgewählten Bilder geben Einblick in den Bestand der burgenländischen Landesgalerie, der aus Platzgründen nicht dauerhaft gezeigt werden kann. Der Großteil der Arbeiten stammt aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert. „Klassiker“ der burgenländischen Malerei wie Hermann Serient, Franz Erntl, Sr. Elfriede Ettl und Eduard Sauerzopf ermöglichen einen Blick auf die jeweilige Sicht und den inhaltlichen Zugang und Wandel des Lebens der burgenländischen Volksgruppen.

Breites Programm. Zum „Jahr der kulturellen Vielfalt“ ist eine Reihe von Veranstaltungen geplant, von Ausstellungen, Wettbewerben, Festen, Konzerten und Projekten wie einem „Bibliothekenprojekt“ oder einem „Tag der kulinarischen Vielfalt“ in der Schuhmühle in Schattendorf bis hin zu wissenschaftlichen Symposien und Workshops, in denen auf Gegenwart und Zukunft der autochthonen Volksgruppen, Integration und Fremdenfeindlichkeit eingegangen werden soll.

Bilder der Vielfalt. Die Volksgruppen in der Bildenden Kunst, Projektraum, Vis-a-vis vom Schloss Esterházy, bis 28. Februar 2016, Di-Sa 9-17, So 10-17 Uhr, Eintritt frei.

Dienstag, 2. Februar 2016

Lebensraum Eisenstadt – Projekt des Fotokreises Eisenstadt im Rathaus Eisenstadt

Anlässlich des 90 Jahr-Jubiläums der Hauptstadt Eisenstadt entstand die Idee des Fotokreises Eisenstadt, bildende Künstler einzuladen, miteinander an einem Thema zu arbeiten. Sechs bildende Künstler aus dem Raum Eisenstadt fanden sich schließlich. Die Arbeiten, die in Teams gemeinsam mit 14 Fotografen vom „Fotokreis Eisenstadt“ entstanden sind, können seit Oktober vergangenen Jahres in der Rathausgalerie in Eisenstadt gesehen werden.

Andreas Wuketich, earth, wind & fire, Fotografik auf Plakatpapier. FOTOKREIS

Jeder der bildenden Künstler bildete mit zwei oder drei Fotografen eine Gruppe, um zu einem selbstgewählten Thema Arbeiten zu schaffen. Jede Gruppe hatte die freie Wahl, was bearbeitet, fotografiert, gemalt oder dargestellt werden sollte. Die Gruppe um Heimo Metz – Anton Burits, Helmut Schwarz und Günter Weber – beschäftigte sich mit dem Thema Natur und Farben. Unter Zuhilfenahme digitaler Bildverarbeitung entstand eine Collage, die schließlich übermalt wurde. Hannes Ramsauer widmete sich mit seinem Team den Silhouetten von Eisenstadt. Zusammen mit Hedda Pflagner und Sibylle Loidolt entstanden „haydnschlossisopappelkirchenkopfalleen“.

Raum und Raumerweiterung. Andreas Roseneder setzte sich mit Gerhard Bildstein, mit dem er schon mehrmals zusammenarbeitete, und mit Andreas Wuketich mit dem Thema Raum und Raumerweiterung auseinander. Über die bestehende architektonische Gegebenheit hinaus sollte eine virtuelle fünfte Dimension dargestellt werden. Die Gruppe um Pierre Schrammel befasste sich mit Lebensraum und Wirkungskreis der Stadt in einer konzeptionellen Betrachtung. Zusammen mit den Fotografen Fritz Moßburger, Alois Hausegger und Dieter Hauer spürte er historischen und modernen Wahrzeichen Eisenstadts nach. Auch Alltägliches und Unscheinbares, Momentaufnahmen und Begegnungen wurden thematisiert.

Geschenk an Eisenstadt. Hermi Schlags Gruppe – Johanna Schwarz und Franz Milkovits – stellte Überlegungen für ein Jubiläumsgeschenk an Eisenstadt an. Dabei hielten sie besondere Gebäude, Plätze und Sehenswürdigkeiten fest und versuchten auch, Bewohner und Besucher der Stadt einzubeziehen. Das Geschenk: ein Memory-Spiel mit den schönsten Motiven der Landeshauptstadt. Das Thema „Hände“ wählten die Malerin Traute Macom und die beiden Fotografen Hans Tschida und Wolfgang Granabetter. Sie wollten das Schaffen der vielen Hände über den Zeitraum von 90 Jahren in 90 Ansichten des heutigen Eisenstadt zum Ausdruck bringen. Eine originelle, vielseitige und bemerkenswerte Schau zum Ausklang des 90-jährigen Landeshauptstadtjubiläums, die noch bis Mitte Feber zu sehen ist.

Artfocus, Ein Projekt des Fotokreis Eisenstadt, Rathausgalerie Eisenstadt, bis Mitte Feber 2016, während der Öffnungszeiten des Rathauses, Eintritt frei.