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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 2. Dezember 2016

NN-fabrik Oslip öffnet nach dem frühen Tod von Johannes Haider wieder seine Pforten Für Augen und Ohren

Der frühe, plötzliche und tragische Tod von Johannes Haider vor zwei Jahren hat viele Kunstfreude schmerzlich berührt. Nun hat die von ihm initiierte und betriebene „NN-fabrik“ in Oslip ihre Pforten wieder geöffnet. An den kommenden Samstagen werden Arbeiten von Thomas Baumgärtel, Kiddy Citney, Pavel Schmidt, Josef Danner, Fria Elfen, Hüseyin Isik und Johannes Haider gezeigt.

Johannes Haider befasste sich mit Malerei, Radierungen und Skulpturen im öffentlichen Raum und in seinem Skulpturengarten in Oslip. NN-FABRIK


Die ausgestellten Künstler haben alle einen Bezug zu Johannes Haider. Thomas Baumgärtel, 1960 in Rheinberg geboren, ist als „Bananensprayer“ bekannt. Seine in Pochoir-Technik gesprayten Bananen erinnern an Andy Warhol und sind heute an den Eingängen von etwa 4.000 Kunstmuseen und Galerien in Städten auf der ganzen Welt zu finden. Der 1956 in Bratislava geborene Pavel Schmidt ist ein slowakisch-schweizerischer Künstler. Er lebt heute in Solothurn, war Assistent von Daniel Spoerri und hat vorübergehend dessen Meisterklasse geleitet. Auch Arbeiten des als „Mauerkünstler“ bekannt gewordene Kiddy Citney sind zu sehen.

Neu im Programm der NN-fabrik vertreten ist der in Wien und Zurdorf lebende kurdische Künstler Hüseyin Isik. Er beschäftigt sich mit Fremdsein, Identität und Rassismus und setzte sich mit dem Roma-Attentat in Oberwart künstlerisch auseinander. Ebenfalls neu dabei sind Josef Danner, 1955 in Amstetten geboren, der mit seinem Glasfenster für die Grazer Kirche St. Andrä für Aufsehen sorgte, und die Grande Dame der burgenländischen Kunstszene, Fria Elfen, Schülerin von Herbert Boeckl und Albert Paris Gütersloh, deren Raum- und Lichtinstallationen und feinsinnigen Collagen aus Fotoelementen, Texten und Schriftresten transzendente Ahnungen hervorrufen.

Früher Tod nach Sturz. Johannes Haider wurde 1954 in Eisenstadt geboren. Er studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Wilhelm Cermak, Bazon Brock und Peter Weibel. 1991 gründete er mit dem Autor Siegmund Kleinl die Galerie „NN-fabrik“. In seinem Atelier in Oslip betrieb er einen Skulpturengarten und pflegte eine enge Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Autoren auf nationaler und internationaler Ebene. Er stellte in Wien, Köln, Hamburg, Karlsruhe, Hannover, Bonn, Kaiserslautern, Strasbourg, Udine und Rio de Janeiro aus. Im September 2014 starb Haider nach einem Sturz in seinem Haus in Slip.

Für Augen und Ohren, NN-fabrik Oslip, Sachsenweg 18; 3., 10. und 17. Dezember 2016, jeweils 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter 0676 930 69 59 bei freiem Eintritt