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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 18. November 2016

Anderswo und Hier – Ein- und Zuwanderung, interkultureller Austausch und Begegnung in der Landesgalerie

Was ist mir vertraut? Wo bin ich beheimatet? Wo nicht? Was ist mir nahe? Was ist mir fremd? Vor diesem Hintergrund entstehen Bilder und Vorstellungen, Bilder von Mehrheiten und Minderheiten, Bilder, die Ausdruck von Sehnsüchten sein können oder andere, die leicht zu Vorurteilen werden. Eine Ausstellung in der Burgenländischen Landesgalerie thematisiert unterschiedliche kulturelle Traditionen.

Alle Künstlerinnen und Künstler haben entweder eine multikulturelle Biographie oder beschäftigen sich mit dem Thema Multi- und Inter-Kulturalität. ASK-ENRICO
Globalisierung, Mobilität, Migration, Flucht und Medien, vor allem das Internet, sind
heute maßgebend Kräfte gesellschaftlicher Veränderung. Sie werden von Fragen nach dem Anderen, dem Fremden begleitet, aber auch nach dem Eigenen, das teilweise fremd geworden ist oder sich im Vergleich klarer profiliert.

Flucht, Gewalt, wirtschaftliche Probleme. Gezeigt werden Arbeiten von Heide Aufgewekt, Josef Danner, Adel Dauood, Hüseyin Isik, Tobias Hermeling, Judith Huemer, Anna Jermolaewa, Pauline Marcelle und Deniz Sözen. Sie alle haben einen persönlichen Bezug zu den Themen Flucht, Gewalt und wirtschaftliche Probleme. Tobias Hermeling etwa, 1974 in Halle an der Saale geboren, flüchtet 1989 als Jugendlicher mit seinen Eltern über Ungarn nach Österreich. Heute wohnt und arbeitet der Maler und Multimediakünstler in Neusiedl am See. Von seinen späteren Besuchen bei Verwandten in der ehemaligen DDR bringt er Zeitschriften, Fotos und persönliche Erinnerungen mit und verarbeitet sie in seinen Bildern.

Der Krieg beherrscht alle. Ein anderes Beispiel ist Adel Dauood. Er wird 1980 in Syrien geboren, absolviert ein Studium am Zentrum der Bildenden Künste in Al-Hasaka sowie am Institut für Bildende Künste an der Universität Damaskus. Dann muss er flüchten und landet schließlich in Wien. In seinen Arbeiten verarbeitet er seine Kriegserfahrungen. Selbst in seinen Tiermotiven bringt er das Animalische und Bestialische zum Ausdruck. Er sieht das als rebellische Reaktion auf den erlebten Schmerz und die Grausamkeiten in seinem Land. Der heute in Wien und Zurndorf lebende Hüseyin Isik kommt aus Kurdistan. Als Karikaturist und Zeichner ist er für große Tageszeitungen und für verbotene Zeitschriften tätig. 1984 nimmt er an einer Ausstellung gegen die Todesstrafe teil. 1988 kommt er nach Wien. Die Themen Identität, Rassismus, Fremdsein beschäftigen ihn. In seine Heimat Türkei darf er nicht mehr einreisen.

Anderswo und Hier – Interkulturelle Positionen in der Kunst, Landesgalerie Burgenland, Eisenstadt, Franz Schubert-Platz 6, bis 18. Dezember 2016, Di-Sa 9-17, So/Ftg 10-17 Uhr, Eintritt frei