Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
DeckeEntwurf3

Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 14. Oktober 2016

Herbert Schügerl zu „500 Jahre Reformation“ in Stadtschlaining – Heilige, Ketzer, Pharisäer

Was ist ein Heiliger, was ein Ketzer, was ein Pharisäer? Spiegelt die jeweilige Bezeichnung vielleicht nur die Meinung bestimmter Denkweisen wider? Ist alles nur eine Frage der Perspektive des Betrachters? Wie haben Persönlichkeiten wie John Wyclif, Jan Hus, Erasmus von Rotterdam oder Martin Luther ausgesehen, die Geschichte und Gesellschaft auf ihre ganz eigene Art nachhaltig geprägt haben? Welche Frauen waren mit am Werk? Herbert Schügerl hat sich mit seinem für ihn typischen Augenzwinkern auf die Suche nach möglichen Antworten gemacht.

Schügerl deutet die Gesichtszüge nur zart an,
wie hier beim Sächsischen Kanzler Gregor Brück (1484-1557).
CONZENTRUM
Es ist eine spannende Zeit, in der Martin Luther lebt. Markante Persönlichkeiten prägen sie: der niederländische Gelehrte Erasmus von Rotterdam, Papst Leo X., aus dem Florentiner Geschlecht der Medici und bereits im Alter von 37 Jahren als Nichtkleriker zum Papst gewählt, Kurfürst Friedrich III. von Sachsen, der Weise genannt, der düstere Bußprediger und Dominikaner Girolamo Savonarola, 1498 als „Häretiker, Schismatiker und Verächter des Hl. Stuhles“ exkommuniziert und hingerichtet. Schügerl porträtiert sie für die Ausstellung zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation und hält uns, wie man das von ihm gewohnt ist, auch heute einen ewig gültigen Spiegel vor Augen.

Augenöffner. Herbert Schügerl, 1948 in Neudörfl an der Leitha geboren, hat an der Universität Wien Philosophie und an der Akademie der Bildenden Künste Wien studiert. Er ist – ganz im Sinne seines Lehrers an der Akademie am Schillerplatz, Max Melcher – ein Augenöffner, der uns auf Dinge und Zeiterscheinungen hinweist und aufmerksam macht. Melcher meinte einmal: „Was ist es, was man homo graphicus nennen könnte? Den Phantasten, verkappten Agitator, Augenöffner, Meinungsbildner in der Druckerschürze, den Wolf im Schafpelz.“

Arbeiten für kirchliche Räume. Schügerl hat in zahlreichen Galerien im Inland sowie in Paris, New Dehli, Berlin, New York, Béjar, Valencia, Madrid, Barcelona, Sevilla, Àvila, Genf, London und Warschau ausgestellt. Seine Werke befinden sich im Besitz der Albertina, des ORF, der Burgenländischen Landesregierung, der Stadt Graz, der Akademie der bildenden Künste u. a. Im Burgenland hat er die Altarbilder in Neudörfl und Kemeten, die Altarraumgestaltung, einen Kreuzweg und Glasfenster in der Kirche von Neutal, einen Brunnen für die Therme Lutzmannsburg, den Glockenturm der evangelischen Kirche Riedlingsdorf sowie Glasfenster in der Leichenhalle von Kemeten gestaltet.
Herbert Schügerl, Heilige, Ketzer und Pharisäer – zu „500 Jahre Reformation“, Evangelische Kirche Stadtschlaining, 13. Oktober bis 20. November 2016, geöffnet nach jedem Sonntags-Gottesdienst bis 11.30 sowie von 14-16 Uhr nach Vereinbarung unter 03355 2212