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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 2. September 2016

Fluchtpunkt Europa – 16. Kunstsymposium des eu-art-network in der Cselley-Mühle in Oslip

Seit dem Jahr 2001 findet das internationale Kunstsymposium „eu-art-network“ zu thematisch definierten Schwerpunkten in den Bereichen Bildende Kunst, Neue Medien, Musik, Tanz und literarische Texte in der Cselley-Mühle in Oslip statt. Für das heurige Jahr wurde das Thema „Flucht“ als Metapher für die gegenwärtige Situation in Europa gewählt.

Hans Wetzelsdorfer, Fluchtpunkt Europa WETZELSDORFER

In der Konstruktion von Perspektive versteht man unter einem Fluchtpunkt jenen definierten Punkt, in dem Linien zusammenlaufen, die in Wirklichkeit parallelen Linien entsprechen. Vordergründig drängt sich die Auslegung des Begriffes im Zusammenhang mit der Migrationsflut, dem das geeinte Europa gerade ausgesetzt ist, buchstäblich auf. Menschen wählen in ihrer Not Europa als den möglichen „Fluchtpunkt“, verbunden mit der Hoffnung, zu überleben und damit eine Perspektive in ihrem Leben zu konstruieren. Aber auch eine Auslegung der Definition eines Fluchtpunktes auf ein Europa, das gerade einer Zerreißprobe ausgesetzt ist, scheint legitim. So scheinen viele parallel
verlaufende Problemlinien seitens der Konstrukteure Europas keinen gemeinsamen „Fluchtpunkt“ zu finden, um das Modell Europa in eine mögliche perspektivische Ausformung zu führen.

Aktueller Themenkomplex. Massive Zuwanderung, die Schließung der Grenzen, der systematische Abbau von sozialstaatlichen Errungenschaften, bis hin zu den damit verbundenen Ängsten in den Gesellschaften, sowie einer drohenden Regression in die Nationalstaatlichkeiten, so lautet der Themenkomplex, der im Focus des diesjährigen 16. Symposiums von eu-art-network stehen wird. Künstlerinnen und Künstler aus Europa und aus den Auswanderungsländern werden sich ihm widmen.

Künstler aus 9 Ländern. Zusammengefasst werden diese künstlerischen Perspektiven zum zweiten Mal in einem „cahier d´art“, das diesen Botschaften publizistischen Raum gibt, der die künstlerischen Intentionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterträgt – bis zu den politischen Entscheidungsträgern Europas. Kunst soll als unabdingbares Kommunikationsmittel in unserer Gesellschaft dargestellt werden. Die Teilnehmer des Symposions kommen aus Deutschland, Italien, Österreich, Russland, der Slowakei und Ungarn. Auch Teilnehmer aus Syrien, der Türkei und dem Irak sind eingeladen. Aus dem Burgenland kommen Wolfgang Horwath, Klaus Ludwig Kerstinger, David Kleinl, Siegmund Kleinl, Sepp Laubner, Robert Schneider, Peter Wagner und Hans Wetzelsdorfer. Die Ergebnisse werden nach einer intensiven Arbeitsphase ab 3. September der Öffentlichkeit präsentiert.
Fluchtpunkt Europa, Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Installationen, Fotografie, Cselley-Mühle Oslip, bis 11. September 2016