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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 6. Mai 2016

Gärten als Begegnungsort – Dem Thema „Gärten“ widmet sich die Frühjahrsausstellung in der Galerie Infeld in Halbturn

Der Garten als Inspirationsquelle, Terrain für Naturforschung, Zufluchtsort und faszinierende Kulisse für Unterhaltung, der Garten als Ort der Begegnung zwischen Mensch und Natur. Die neue Ausstellung im Infeld Haus der Kultur widmet sich der Entfaltung gestalteter Natur in der Kunst. Die mehr als hundert gezeigten Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Drucke stammen aus der Sammlung Infeld und wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart geschaffen.

Edo Murtic, „Mediteraner Garten“, Aquarell, 1997, INFELD

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei Werken der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, und hier vor allem auf den märchenhaften Pflanzenkreationen von Wolfgang Hutter. Als besonders reizvoll erweist sich das Motiv des Gartens für Maler der Naiven Kunst. Die Variationen reichen von der überdimensionalen, sich auftürmenden Blumenpracht von Ivan Rabuzin bis zu realistischen, funktional dargestellten Obstgärten von Mara Puskaric-Petras. Beeindruckende Interpretationen zum Thema bieten auch die Outsider- und Art Brut Künstler. Zu sehen sind minimalistische, sparsam dargestellte Tulpen von Oswald Tschirtner, opulente Blumeninszenierungen von Fritz Opitz und pedantisch geordnete Blumen von Heinrich Riesenbauer.

Von Ringel bis Warhol. Die Beobachtung der Szenerie aus Pflanzen und Bäumen und dessen ständige Veränderung durch Licht, Wind, Sonne und Wolken inspirierten auch die Maler der Künstlergruppe „Wirklichkeiten“ wie Franz Ringel oder Robert Zeppel-Sperl, faszinierende Gartenbilder und florale Kompositionen zu kreieren. Schließlich ist auch die Pop Art mit Siebdrucken in mehreren Farbvariationen eines Vierblumenmotivs von Andy Warhol und der Farbexplosion eines öffentlichen Parks von James Rizzi vertreten.

Klassische Moderne. Vertreter der Klassischen Moderne wie Oskar Kokoschka und Josef Dobrowsky vervollständigen die Gartenschau auf Leinwand und Papier. Peter Infeld (1942-2009) und seine Mutter Margaretha Infeld (1904-1994) begannen Mitte der 1960er-Jahre Kunst zu sammeln. Als Schwerpunkte der Sammlung gelten die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, naive Kunst aus Kroatien, Pop Art, buddhistische Meditationsbilder aus Tibet, sog. „Thangkas“ und Art Brut. Um die Werke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ließ der Kunstmäzen Peter Infeld im burgenländischen Halbturn und im idyllischen Ort Dobrinj auf der kroatischen Insel Krk repräsentative Kulturzentren errichten. Insgesamt fanden bereits mehr als 100 Ausstellungen statt.
Gärten, Infeld Haus der Kultur, Halbturn, Parkstraße 13, geöffnet bis 29. Mai 2016, Do – So 13-18 Uhr, sowie an Feiertagen, Eintritt frei