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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 11. Dezember 2015

Kardinal-König-Kunstpreis 2015 geht an Julia Haller

Der Kardinal-König-Kunstpreis 2015 des gleichnamigen Fonds der Erzdiözese Salzburg geht in diesem Jahr an Julia Haller. Die Fachjury wählte sie aus insgesamt 22 Einreichungen aus. Ausschlaggebend für die Zuerkennung des Preises sei Hallers „kompromisslose Haltung in der heutigen malerischen Praxis“, wie die Jury feststellte. Die Künstlerin artikuliere „eine radikal neue Bildrhetorik jenseits von Erzählung oder Imagination. Sie malt, was man zu sehen vermeint“, heißt es in der Begründung der Jury. Der Kardinal-König-Kunstpreis wird seit 2005 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 11.000 Euro dotiert.

Julia Haller, Ausstellungsansicht in der Secession Wien. SECESSION

Die künstlerischen Auseinandersetzungen sind heute von einer tiefen Skepsis gegenüber ökonomischen, medialen und soziokulturellen Systemen geprägt. Sie kritisieren überholte gesellschaftliche Übereinkünfte und untersuchen das Missverhältnis zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Eine besonders kompromisslose Haltung zeichnet das Werk von Julia Haller aus. „Ich versuche NICHT Bilder zu produzieren, die an mich erinnern. Wenn man das so sieht, sind auch die Bilder, die keinen Ursprung im Eigenen haben, Selbste“, sagt sie.

Selbste. Julia Hallers Arbeiten scheinen sich weder um Form noch um Inhalt zu kümmern. An der Grenze des Wahrnehmbaren bleibt oft nur der Rest von einem Bild, von einer Zeichnung: etwa eine eingravierte Linie auf einer dunklen Fläche, die erst bei genauer Betrachtung zum Vorschein kommt. Oder sie fräst eine dunkle linienhafte Struktur in helle Mineralstoffplatten und lotet so das Medium Zeichnung aus. Diese Konzentration auf ihre mediale Sprache „gehört zu den raren, vielleicht innovativsten Möglichkeiten einer heutigen Kunstproduktion“, fasst die Jury zusammen.

Ausstellung in der Secession. Die 1978 in Frankfurt am Main geborene Julia Haller studiert an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, an der Hochschule für bildende Künste in Dresden und an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo sie textuelle Bildhauerei bei Heimo Zobernig belegt. Nach mehreren Einzelausstellungen in Deutschland, Österreich und Dänemark wird zurzeit ihre erste institutionelle Ausstellung in Österreich in der Secession in Wien gezeigt. Dafür hat Julia Haller eine neue Werkserie hergestellt, in der subtile Eingriffe die Wahrnehmung der Räume beeinflussen. Julia Haller lebt und arbeitet in Wien.

Präsentation aller eingereichten Arbeiten. Neben der Vergabe des Preises ermöglicht der Kardinal-König-Kunstfonds auch die Präsentation der eingereichten Arbeiten aller nominierten Künstlerinnen und Künstler (Jahrgang 1975 und jünger) in einer begleitenden Ausstellung, die bis 27. Jänner 2016 im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg zu sehen ist.

Julia Haller, Secession Wien, Friedrichstraße 12, bis 31. Jänner 2016, Di-So 10-18 Uhr (25.12. geschlossen), Eintritt 9,-.