Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
DeckeEntwurf3

Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 23. Oktober 2015

Mit leisen Worten – Neues Buch zum 80. Geburstag von Hans Krenn erschienen

„Mit leisen Worten, verinnerlicht und sparsam im Ausdruck, beeindruckend tief“, charakterisierte die Schriftstellerin Klara Köttner-Benigni den burgenländischen Mundartautor Hans Krenn. Seine Gedichte erschienen in Anthologien und Literaturzeitschriften, er las im ORF und publizierte mehrere Gedichtbände. Nun ist zu seinem 80. Geburtstag ein Prosa- und Lyrikband erschienen.

„Umi za dir“ ist in der „edition lex liszt 12“erschienen und im St. Martinsverlag der Diözese
sowie im Buchhandel um 18 Euro erhältlich. (Hans Kenn)
Hans Krenn wurde 1935 in Donnerskirchen als zweites Kind einer Landarbeiterfamilie geboren. Von 1947 bis 1955 besuchte er das Gymnasium St. Rupert in Bischofshofen, anschließend bis 1957 die Philosophisch Theologische Lehranstalt St. Gabriel bei Mödling. Ab 1958 war er Beamter in Eisenstadt. Hans Krenn ist seit seiner Jugend bildnerisch und literarisch tätig. Seit 1976 schreibt er fast ausschließlich in Mundart.

Mundart-Werke. Zunächst schreibt Hans Krenn in der so genannten Hochsprache, erst ab 1976 wendet er sich der burgenländischen Mundart zu. 1980 erscheint der Gedichtband „Haond afs Herz“, 1987 „Gspiast wos davon“, 2012 „Va Joah(r) za Joahr(r)“. 1985 bringt der ORF Texte zur Passion sowie eine szenische Bearbeitung der Geschichte von Donnerskirchen unter dem Titel „Von der Stierkopfurne zum Kulturstierstall“. 2003 erscheint ein Kreuzweg in Mundart, der auch auf der Homepage der Diözese mit Bildern von Hans Krenn nachzulesen ist.

Teilnehmer bei IMAGO. Hans Krenn ist auch bildnerisch tätig. Mehrmals nimmt er an den internationalen Ausstellungen zeitgenössischer christlicher Kunst IMAGO teil, 2001 in Sevilla, wo er das Plakat gestaltet, 2002 in Split, 2003 in Palermo, 2004 in Monte Carlo, 2005 in Regensburg, 2006 in Prag, 2007 in Loreto in Italien und schließlich 2008 in Wien. Im Jahr 2000 entsteht sein Bildzyklus für die Aufbahrungshalle in Donnerskirchen. Seinen neun Bildern gibt er den Titel „Mit Kreuz und Leid zur Herrlichkeit“. 1985 erhält der den Ehrenring seiner Heimatgemeinde Donnerskirchen, 1987 den Landeskulturpreis für Literatur und Publizistik. 2005 wird er Ehrenbürger der Marktgemeinde Donnerskirchen.

Reflexionen des Lebens. Seine oft in mühevollem und wochenlangem Ringen entstehenden Bilder nennt er selbst „Reflexionen meines Lebens“, in denen er persönliche Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet. Oft fließen religiöse Motive in die Acryl- und Grafitarbeiten ein.
Hans Krenns Kreuzwegstationen finden sich auch auf der diözesanen Homepage …

Freitag, 16. Oktober 2015

Jagd, Wein und Musik – Sonderausstellung von Eduard Sauerzopf im Café Maskaron im Schloss Eisenstadt

Das geschmackvolle Café Maskaron im Eisenstädter Schloss Esterházy ist ein Geheimtipp. Der Name Maskaron bezieht sich auf die barocken Groteskmasken an den Fassaden des Schlosses. Früher wurde in den gewölbten Räumen Wein gelagert. Das Design stammt vom Eisenstädter Architekten Klaus-Jürgen Bauer, die Wandgestaltung vom Wiener Künstler Peter Baldinger. Anlässlich der Langen Nacht der Museen ist hier die Sonderschau „Jagd, Musik und Weinbau“ mit Werken des burgenländischen Künstlers Eduard Sauerzopf bis Ende Oktober zu sehen.

Die Zeichnung „Fürst Nikolaus I. Esterházy“ ist im Nachlass von Eduard Sauerzopf aufgetaucht.
C. DOBROVSKY
Zwei Arbeiten von Eduard Sauerzopf sind seit 2011 in der Ausstellung „Haydn Explosiv. Musik aus revolutionären Zeiten“ ausgestellt. Sie zeigen Fürst Nikolaus I. Esterházy und Joseph Haydn. Im Nachlass des Künstlers wurde nun eine zweite Darstellung von Fürst Nikolaus I. Esterházy gefunden, die gemeinsam mit weiteren Werken Teil einer großzügigen Schenkung an die Esterházy Privatstiftung ist. Auch die Graphische Sammlung Albertina erhielt vor kurzem 52 Sauerzopf-Zeichnungen von der Familie des Künstlers.

Virtuose des Bleistifts. Der Theaterkritiker und ehemalige Ressortleiter für Zeitgeschichte der angesehenen Wiener Wochenzeitung „Die Furche“ Hellmut Butterweg bezeichnete Eduard Sauerzopf anlässlich einer Ausstellung im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien im Jahr 1977 als „Virtuose des Bleistifts, dessen Landschaftsstudien Resultate eines konsequent vorangetriebenen, eines bei stenographischen Kürzeln angelangten Verknappungsprozesses“ seien. Sauerzopf verstehe es, so Butterweg weiter, „mit wenigen Strichen, mit einigen Krakeln nicht nur Atmosphäre zu erzeugen, sondern auch das Einmalige, das Physiognomische einer Landschaft einzufangen.“

Chronist der Künstlerkolonie Neumarkt. Eduard Sauerzopf wird 1930 in Stegersbach geboren. Nach der Matura an der Lehrerbildungsanstalt in Wien-Strebersdorf unterrichtet er im Raum Stegersbach, Güssing und Jennersdorf. Ab 1968 engagiert er sich im Kulturverein Neumarkt an der Raab, kommt mit den Schriftstellern Peter Handke, H.C. Artmann, Gerhard Rühm, Wolfgang Bauer, Dietmar Grieser, Gerhard Roth und Hellmut Andics und zahlreichen bildenden Künstlern und Musikern in Kontakt und wird zum Chronisten der dortigen Künstlerkolonie. Sauerzopf stirbt 2011 in Jennersdorf. Seine von Dynamik und stakkatoartiger Formenrhythmik geprägten Blätter bleiben.

Jagd, Musik und Weinbau, Zeichnungen von Eduard Sauerzopf, Café Maskaron/Sala Terrena im Schloss Esterházy in Eisenstadt, 4. bis 31. Oktober 2015, täglich 10-17 Uhr, Eintritt: 7,-

Freitag, 2. Oktober 2015

Sinnliche Verdichtung - Eine Schau zum 80. Geburtstag von Erwin Moravitz in der Cselleymühle in Oslip

Erwin Moravitz wird gerne als Farblyriker bezeichnet. In seinen Motiven finden sich Nächtlichkeit, Schwere, Traum, Schmerz, Liebe, Morgen- und Abendlicht in einer poetisch-sinnlichen und sinnbildlich-symbolischen Verdichtung. In dieser einzigartigen Bedeutungsintensivierung findet eine ständige Überschreitung der Grenze zwischen Realität und Imagination statt, durchmischt und durchdrungen von märchenhaften Elementen der Mythisierung.

Die Bilder von Erwin Moravitz strahlen eine beseelte Ruhe aus. MORAVITZ
Die Bilder von Erwin Moravitz erwecken den Eindruck einer traumhaft verzauberten Phantasiewelt. Die atmosphärisch-emotionale Gestimmtheit seiner Arbeiten hat einen sehnsuchtsvollen Grundton mit einer offensichtlichen Vorliebe für Symbol, Chiffre und Hieroglyphe. Die Bilder bestechen vor allem durch ihre Unmittelbarkeit von Fragment und Skizze und ihre geistig-seelische Präposition für die Erfahrung des Wunderbaren. Dabei strahlen sie eine phantastische Innerlichkeit, ja geradezu eine Zärtlichkeit aus. Es sind Bilder auf der Suche nach sinnlich-ekstatischer Erweckung und spirituellen Erfüllung, voll poetischer Verschlüsselungsmechanismen, mit quasi-narrativen Zusammenhängen synästhetisch zur Chiffre inszeniert.

Gesuchter Designer und Grafiker. Erwin Moravitz wird 1935 als Sohn burgenländischer Eltern in Wien geboren und wächst in Bad Tatzmannsdorf auf. In Wien studiert er Design, Grafik und Malerei und wird bald ein gesuchter Gebrauchsgrafiker und Designer. Er erhält zahlreiche öffentliche Aufträge vor allem im Burgenland, gestaltet Ausstellungen im Burgenländischen Landesmuseum in Eisenstadt, im Liszt-Museum in Raiding, auf Schloss Halbturn, der Burg Güssing und in Stadtschlaining, entwirft Plakate, Medaillen, Wappen und Urkunden und illustriert Schulbücher und andere Publikationen.

Lyriker der Farben. Über die Arbeiten Erwin Moravitzs meint die Kunstkritik: „Seine Bilder geben der Stille Stimme und atmen den Dingen Seele ein.“ Ein anderer Rezensent drückt es so aus: „Erwin Moravitz ist ein Lyriker der Farben.“ Moravitz beteiligt sich an Ausstellungen in Österreich, Bayreuth, Frankfurt, Bamberg, Bad Homburg, Bratislava, Szombathely, Mechelen, Bozen, Borgo Valsugana und Istanbul. Erwin Moravitz gehört seit 1998 zur „Rabnitztaler Malerrunde“.

Erwin Moravitz, Mensch und Landschaft, Ölbilder zum 80. Geburtstag, Cselleymühle Oslip, 26.September bis 18. Oktober 2015, Fr/Sa ab 17.30, So ab 14 Uhr, Eintritt frei.