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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 13. November 2015

Sinnlich intuitiv – Malerei und Objekte von Marina Horvath in der Galerie Oberberg in Eisenstadt

Vor beinahe zehn Jahren hat die ehemalige AUA-Angestellte den Sprung in die künstlerische Unabhängigkeit gewagt. Die Umstellung war groß, aber sie hat ihren Schritt bis heute nicht bereut. Marina Horvath, 1962 in Deutsch Jahrndorf geboren, lebt und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin am Friedrichshof in Zurndorf. In der Galerie Oberberg der Wiener Städtischen Versicherung zeigt sie Bilder ohne Titel sowie Keramik-Objekte.

Marina Horvath möchte mit den Betrachtern ihrer Bilder einen Dialog führen und Widerhall auslösen. DOBROWSKY
Die Autodidaktin malt abstrakt, intuitiv und expressiv. Jedes Bild ist ein neues Experiment voll emotionaler Intensität, nahezu frei von figürlichen Elementen und mit ausdrucksstarken Farben. Ihre Arbeit beschreibt sie als einen Versuch, völlig absichtslos die Energie der eigenen Schöpfungskraft zuzulassen: „Das Malen passiert ganz intuitiv, einerseits auf eine spielerische Weise und andererseits in einem meditativen Prozess. Es ist ein Sich-Vergessen und Miterleben, wie auf der Leinwand Bilder entstehen, die spontan passieren. Erst danach bearbeite ich die aus Farbe und Gestik entstandenen Strukturen kritisch reflektierend.“

Bilder führen nach innen. Indem sie Überschüssiges wegnimmt, entwickelt sie eine reduzierte Darstellung von einer hohen emotionalen Intensität. Marina Horvaths emotional-intuitiver Zugang zu ihrer Arbeit ist ein wesentlicher Aspekt, den der Schweizer Psychologe Marc Pfander so beschreibt: „Marina Horvath malt keine Bilder – sie lässt sie entstehen. Dass dabei optisch überaus schöne Werke gelingen, mag auf den ersten Blick erstaunen – der wahre Schatz liegt in der Tiefe, jenseits des Sichtbaren: in der Resonanz, welche die Werke in uns auslösen. Ihre Bilder führen uns nach innen, in die Stille, die leer und voll zugleich ist, und laden uns zum Sein ein.“

Linien und Farben setzt Marina Horvath erzählerisch und lebhaft ein. Es sind Reflexionen, Stimmungen und Empfindungen, in denen sie ihr Gefühlsleben preisgibt. Seismographisch notiert sie mit Pinsel und Stift die Tektonik ihrer inneren Befindlichkeit, einmal zart und leicht, dann wieder intensiv und leidenschaftlich. Wie aus dem Nichts taucht eine lange zarte schwarze Linie am Bildrand auf und findet, eingebettet in eine Fläche weißer Dispersionsfarbe, ihren Weg in die Bildmitte, verdichtet sich dort zu einer maschenförmigen Schlaufe und zerrinnt schließlich am ausgesparten Bildgrund.
Marina Horvath – Dialog, Galerie am Oberberg, Eisenstadt, Kalvarienbergplatz 7, bis 20. 11. 2015, Mo-Fr von 8-16 Uhr, Eintritt frei.