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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 16. Oktober 2015

Jagd, Wein und Musik – Sonderausstellung von Eduard Sauerzopf im Café Maskaron im Schloss Eisenstadt

Das geschmackvolle Café Maskaron im Eisenstädter Schloss Esterházy ist ein Geheimtipp. Der Name Maskaron bezieht sich auf die barocken Groteskmasken an den Fassaden des Schlosses. Früher wurde in den gewölbten Räumen Wein gelagert. Das Design stammt vom Eisenstädter Architekten Klaus-Jürgen Bauer, die Wandgestaltung vom Wiener Künstler Peter Baldinger. Anlässlich der Langen Nacht der Museen ist hier die Sonderschau „Jagd, Musik und Weinbau“ mit Werken des burgenländischen Künstlers Eduard Sauerzopf bis Ende Oktober zu sehen.

Die Zeichnung „Fürst Nikolaus I. Esterházy“ ist im Nachlass von Eduard Sauerzopf aufgetaucht.
C. DOBROVSKY
Zwei Arbeiten von Eduard Sauerzopf sind seit 2011 in der Ausstellung „Haydn Explosiv. Musik aus revolutionären Zeiten“ ausgestellt. Sie zeigen Fürst Nikolaus I. Esterházy und Joseph Haydn. Im Nachlass des Künstlers wurde nun eine zweite Darstellung von Fürst Nikolaus I. Esterházy gefunden, die gemeinsam mit weiteren Werken Teil einer großzügigen Schenkung an die Esterházy Privatstiftung ist. Auch die Graphische Sammlung Albertina erhielt vor kurzem 52 Sauerzopf-Zeichnungen von der Familie des Künstlers.

Virtuose des Bleistifts. Der Theaterkritiker und ehemalige Ressortleiter für Zeitgeschichte der angesehenen Wiener Wochenzeitung „Die Furche“ Hellmut Butterweg bezeichnete Eduard Sauerzopf anlässlich einer Ausstellung im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien im Jahr 1977 als „Virtuose des Bleistifts, dessen Landschaftsstudien Resultate eines konsequent vorangetriebenen, eines bei stenographischen Kürzeln angelangten Verknappungsprozesses“ seien. Sauerzopf verstehe es, so Butterweg weiter, „mit wenigen Strichen, mit einigen Krakeln nicht nur Atmosphäre zu erzeugen, sondern auch das Einmalige, das Physiognomische einer Landschaft einzufangen.“

Chronist der Künstlerkolonie Neumarkt. Eduard Sauerzopf wird 1930 in Stegersbach geboren. Nach der Matura an der Lehrerbildungsanstalt in Wien-Strebersdorf unterrichtet er im Raum Stegersbach, Güssing und Jennersdorf. Ab 1968 engagiert er sich im Kulturverein Neumarkt an der Raab, kommt mit den Schriftstellern Peter Handke, H.C. Artmann, Gerhard Rühm, Wolfgang Bauer, Dietmar Grieser, Gerhard Roth und Hellmut Andics und zahlreichen bildenden Künstlern und Musikern in Kontakt und wird zum Chronisten der dortigen Künstlerkolonie. Sauerzopf stirbt 2011 in Jennersdorf. Seine von Dynamik und stakkatoartiger Formenrhythmik geprägten Blätter bleiben.

Jagd, Musik und Weinbau, Zeichnungen von Eduard Sauerzopf, Café Maskaron/Sala Terrena im Schloss Esterházy in Eisenstadt, 4. bis 31. Oktober 2015, täglich 10-17 Uhr, Eintritt: 7,-