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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 25. September 2015

Meditative Kraft – Der Künstlerfamilie Prantl widmet die Landesgalerie in Eisenstadt eine Ausstellung

Der Stein ist für Karl Prantl elementar. Wer Prantls Steine berührt, seine Hände über sie gleiten lässt, verspürt eine meditative Kraft. Karl Prantl zählt zu den wesentlichsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Die Bilder seiner Frau Uta Peyrer-Prantl erzählen von einer kosmischen Weite und Unendlichkeit. Tochter Katharina Prantls Arbeiten zeichnen sich durch transzendente Anklänge aus. Und Sebastian Prantl versucht als Tänzer Partituren und Zeichen Qualität und Inhalt zu verleihen. Choreografie ist für ihn ein „Destillat von Leben“.

Karl Prantl in seinem Skulpturengarten in Pöttsching. H.RIPPER

Als Initiator des Europäischen Bildhauersymposions in St. Margarethen prägte Karl Prantl das Verständnis für Skulptur und Bildhauerei national und international. Er nannte seine Steine Meditationssteine. Glatt polierte Oberflächen harmonieren mit unbehandelt rauen Strukturen. Die Oberflächen sind kugelig, wellenförmig, durchbrochen, mit geometrischen Vertiefungen, Rillen, Mulden oder skelettartig überzogen. Einschlüsse, Strukturen, Ablagerungen, Phasen des Drucks werden durch seine Bearbeitung sichtbar gemacht und hervorgehoben.

Uta Peyrer-Prantl operiert mit punktförmigen Kreisen, Spiralen, Linien, die sich kreuzen, verdichten oder auseinandertriften. Sie setzt sich mit den Grundfragen der Malerei auseinander: mit Farbe, Fläche, Tiefe, Raum und konzentriert sich auf die Beziehung des Individuums zum Kosmos. Heiter und gleichzeitig tiefernst erzählt sie von der Unendlichkeit des Universums. Ihr Stil der kontemplativen und meditativen Malerei beeinflusste auch ihre Tochter Katharina Prantl.

Katharina Prantls Arbeiten zeichnen sich durch Transparenz vieler übereinanderliegender Farbschichten aus. Sie hält visuelle Erfahrungen und Assoziationen in lyrisch-abstrakten Formen und Farben fest. Oft spielt sie mit den weißen Flächen der Leinwand, skizziert mit wenigen kraftvollen Pinselstrichen Momentaufnahmen oder entfernt zurückliegende Erinnerungen. Die zum Teil sehr großformatigen Gemälde sind Tagebücher voller Erinnerungen an Orte und emotionale und atmosphärische Zustände.

Sebastian Prantl und Cecilia Li-Prantl. Die künstlerische Familiengeschichte wird durch ein Video des Choreographen und Tänzers Sebastian Prantl und seiner Frau, der Pianistin Cecilia Li-Prantl, mit dem Video „Prelude WALK IN“, einer Hommage an Claude Debussy, komplettiert. Cecilia Li-Prantl spielt darauf die 12 Preludes des 2. Heftes von Claude Debussy. Beide sind künstlerische Leiter des Tanz Atelier Wien.

Prantl – Eine Künstlerfamilie, Burgenländische Landesgalerie Eisenstadt, 25.9. bis 20.12.2015, Di-Sa 9-17, So/Ftg 10-17 Uhr, Eintritt frei.