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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 4. September 2015

Archaische Moderne - Architektonisch herausragende Bauwerke im Burgenland im Architektur Raumburgenland

Abseits der bäuerlichen Bauten und gewachsenen Dorftexturen haben bedeutende österreichische Architekten im Burgenland ihre Spuren hinterlassen. Es handelt sich um verstreute Architekturimporte unterschiedlicher Typologie und Nutzung, die bis heute weit über das Land hinaus einflussreich geblieben und zwischen 1960 und 2010 entstanden sind. Eine Ausstellung im „Architektur Raumburgenland“ in Eisenstadt begibt sich auf die Spurensuche nach diesen Gebäuden. Dazu ist auch ein Buch erschienen.

Architekt Friedrich Kurrent hat in Sommerein für seine Frau, die Bildhauerin Maria Biljan-Bilger,
eine Kunsthalle erbaut. (Foto: Dobrowsky)

Der Verein „Architektur Raumburgenland“ hat seinen Standort in der Eisenstädter Pfarrgasse, wo es auch eine kleine Architekturgalerie gibt. Der Verein existiert bereits seit über 20 Jahren. In dem Eisenstädter Bürgerhaus stehen zwei Räume für Ausstellungen, Informationsabende und Gespräche zur Verfügung. Die Galerie heißt „Contemporary“, also zeitgenössisch. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellungen über Architektur.

Elf Bauten im Burgenland 1960–2010. Die aktuelle Ausstellung zeigt Beispiele der letzten 50 Jahre. Ausstellung und ein dazu erschienenes Buch erzählen die spezifische Architekturgeschichte einer „archaischen Moderne“. Der Fotograf Nikolaus Korab dokumentiert den gegenwärtigen Zustand der Bauten und stellt ihre Einbettung in Landschaft und Kulturraum zu allen Jahreszeiten dar. Die Ausstellung zeigt die ausgewählten Beispiele mit je zwei Aufnahmen. Gebäudebiografien des Architekturpublizisten Otto Kapfinger und viele erstmals veröffentlichte Archivmaterialien ergänzen die bildliche Dokumentation im Buch. Christian Reder beschreibt die magische Anziehungskraft des Landes am ehemaligen Eisernen Vorhang und schildert die Hintergründe dieses Phänomens.

Anonyme Baukultur – Roland Rainer. Vor einem halben Jahrhundert war Roland Rainer noch von der anonymen Baukultur des Landes fasziniert und veröffentlichte das Buch „Anonymes Bauen Nordburgenland“. Heute ist es ein Standardwerk. Seither wird über Ortsbildpflege, Gebäudesanierung und alte Dorfstrukturen breit diskutiert – auch wenn noch immer wirtschaftliche Überlegungen gegen architektonische ausgespielt werden. Viele der Fotografien, die Rainers Buch Atmosphäre verleihen, sind leider Zeugnis einer verlorenen Baukultur geworden. Heute stellt sich die Frage nach dem Erhalt und Wert dieses architektonischen Schatzes – vor der Gefahr neuerlichen Verlustes und als Anregung für die zeitgenössische Architektur.

Archaische Moderne – Elf Bauten im Burgenland. 1960 – 2010, Architektur Raumburgenland, Pfarrgasse 16/1, Eisenstadt, bis 30.09.2015, Eintritt frei.