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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 5. Juni 2015

Monochrome Emotion

Josef Danner widmet die Burgenländische Landesgalerie eine Schau

Josef Danner vereint verschiedene stilistische Strömungen der Kunst, von der informellen Malerei bis hin zur dadaistischen Collage. Seit 2011 entstehen Arbeiten, in denen er informelle Leinwände abschleift und mit Siebdrucken überlegt. Die Kombination von verbalen und visuellen Elementen, das Aneinanderreihen und Verschränken des ikonischen Motivs sind signifikante Merkmale seiner neueren Arbeiten, wobei ironische Aspekte und das Spiel mit Ikonographie Ausdruck einer subtilen humoristischen Gesellschaftskritik sind.

Das erste monochrome Werk stieß auf Ablehnung, weil man meinte, dass eine einzelne Farbe für die Malerei nicht ausreiche. Es sollte damit die Empfänglichkeit für das Sehen und Fühlen geweckt werden. DANNER

2001 beginnt Danner, stark emotional besetzte Bilder aus der medialen Welt zu sammeln, sie zu scannen und mit diversen Computerprogrammen so zu abstrahieren, dass sie eine gleichsam archetypische Verdichtung erreichen. Bilder und Texte aus den Massenmedien erhalten auf diese Weise neue und unerwartete Bedeutungen. Durch eine intensive Beschäftigung mit den gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Phänomenen und Fragestellungen werden Danners Werke zu ausdrucksstarken Reflexionen des Zeitgeschehens.

Raiffeisenzentrale Eisenstadt. 2013 gewinnt Josef Danner den Wettbewerb für den von den Architekten Pichler und Traupmann errichteten Neubau der Raiffeisenzentrale in Eisenstadt. Danner gestaltet die Glasfront des Foyers mit Piktogrammen, Textzeilen und Vornamen, die im Zusammenspiel mit Beschattung und wechselnden Lichtsituationen ein lebendiges Wechselspiel von innen und außen, Licht und Schatten ergeben.

Monochrome Arbeiten. In der Ausstellung in der Landesgalerie zeigt Danner die Serien „Schwarze Bilder“ und „Blaue Bilder“. Dabei lässt er figurative Elemente in die Bilder einfließen und erweitert seine monochromen Arbeiten um konturhafte, grafische Elemente, indem er mit Montagen und Collagen alltägliche Bildmotive und Texte auf die Malereien überträgt. Josef Danner wird 1955 in Amstetten geboren und studiert Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien. In den 1980er-Jahren spielt er in mehreren Musikgruppen und produziert CDs und Langspielplatten. Studienaufenthalte führen ihn nach Paris und Island. Arbeiten von ihm befinden sich im Museum für moderne Kunst in Wien, in der Neuen Galerie Graz, im Lentos Linz, Stift Admont, der Generali Foundation sowie im Landesmuseum St. Pölten. Danner lebt und arbeitet in Niederösterreich, Wien und im Burgenland.

Josef Danner, monochromEmotion, Burgenländische Landesgalerie, 20. März - 28. Juni 2015, Di - Sa 9-17, So/Ftg 10-17 Uhr, Eintritt frei.