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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Mittwoch, 25. Juni 2014

Neues Gesicht einer Stadt - Architektur der Freistadt Eisenstadt ab 1850

Gestaltete sich der Wiederaufbau in Eisenstadt während der sowjetischen Besatzungszeit bis 1955 noch zögerlich, setzte in den 1960er-Jahre – wie in ganz Österreich – eine Zeit der baulichen Hochkonjunktur ein. Es gab zahlreiche Investitionen, die für eine Landeshauptstadt notwendig waren. Zahlreiche Schulen, viele zentrale Gebäude und die Erweiterung im Wohnbaubereich wurden in Angriff genommen. Auch auf kirchlichem Gebiet tat sich einiges: der Ausbau des Bischofshofes und des Dompfarrund Kanonikergebäudes, die Errichtung des Provinzhauses der Erlöserschwestern und die Erweiterung des Theresianums sowie der Neubau der Pädagogischen Akademie im Wolfgarten.

Das 2002 bis 2003 von Riepl & Riepl errichtete Fachhochschulzentrum Eisenstadt erhielt 2004 den Architekturpreis Burgenland. © PRINKE

Interessant sind auch geplante Projekte, die nicht verwirklicht wurden. So sollte 1932 anlässlich des 200. Geburtstages von Joseph Haydn gegenüber dem Landhaus ein weitläufiges Kulturzentrum mit einem Festspielhaus für 4.000 Besucher, einem Landestheater, einer Musikschule und einem Terrassenrestaurant mit Blick über die Wulkaebene, flankiert von zwei Hotels mit je 60 Zimmern, erbaut werden. Zwischen Landhaus und Festspielhaus sollte ein „burgenländischer Nationalpark“ entstehen. Der Bildhauer Gustinus Ambrosi und Landeshauptmann-Stellvertreter Ludwig Leser betrieben dieses Vorhaben.

Heimische Architekten. In den 1960er-Jahren wird das Bauen im Sinne der zweiten Moderne weitergeführt. Robert Kramreiter erweitert das Theresianum, Georg Lippert errichtet das Provinzhaus, Gustav Peichl das ORF-Gebäude mit einer bei der High-Tech-Architektur angesiedelten technoiden Ästhetik. Josef Patzelt plant die Pädagogische Akademie. Auch heimische Architekten treten auf die Bühne: Matthias Szauer mit der Ärztekammer, dem Bundesschul- und Sportzentrum, dem Landesschulrat und dem Haus St. Martin, Friedrich Mostböck mit dem Pensionistenhaus Schlosspark, mit Reihenhausanlagen sowie dem Pfarrzentrum und Kindergarten Oberberg.

Ins Heute. In die Gegenwart führt die Architektur von Eduard Betik mit dem Haus der Wirtschaft, dem Technologiezentrum in strengem Funktionalismus von Sepp Müller und Johann Schandl, dem Erweiterungsbau des Rathauses von Fellerer/Vendl, Pichler&Trautmanns Kultur- und Kongresszentrum- Neubau und der Sanierung des Jüdischen Museums, des Restaurants Henrici samt Café Maskeron und der Selektion Vinothek Esterházy des Holzbauer-Schülers Jürgen Bauer.
Helmut Prinke, Architektur der Freistadt Eisenstadt von 1850-2012,
Landesmuseum Eisenstadt, € 26,-