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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Freitag, 28. Februar 2014

Ungestüme Farbenglut

Christine Elefant-Kedl und Talos Kedl im Kulturzentrum Oberschützen

Christine Elefant-Kedl zeigt Landschaftsaquarelle und Dschungel-Zeichnungen, ihr Sohn Talos Kedl präsentiert machtvolle und zugleich sensible Kupferplastiken. Talos Kedls Arbeiten verbinden klare Kargheit mit verklausulierter Leichtigkeit. Mit einer geradezu ungezügelten Expansion und einer erfrischenden und beeindruckenden Dynamik bemächtigt sich Christine Elefant- Kedl ihrer Motive, die sie in einem großen, konzentrierten Akt in Farbe umsetzt. In der aus dem Bildinneren hervorbrechenden Unmittelbarkeit liegt eine zarte, in sich ruhende Stille. Sie selbst bekennt sich dazu, „Heiterkeit und vitales Leben zu malen“.

In Christine Elefant- Kedls Arbeiten liegt eine aus dem Bildinneren hervorbrechende Stille. (Katalog)

Christine Elefant-Kedl studiert bei Prof. Leinfellner an der Akademie für Angewandte Kunst Keramik und begegnet im Alter von 17 Jahren ihrem späteren Mann, dem Bildhauer und Wotruba-Schüler Rudolf Kedl. Studienreisen führen die beiden quer durch Europa, nach Vorderasien, Afrika und in die USA. 1968 beginnen sie, das alte Kastell in Markt Neuhodis zu revitalisieren und zu einem Kulturzentrum mit Skulpturenpark auszubauen. Rudolf Kedl und Christine Elefant-Kedl sind Neumarkter Künstler der ersten Stunde. Seit dem plötzlichen Tod ihres Gatten verwaltet Christine Elefant-Kedl das Erbe des bedeutenden Bildhauers.

Hintergründiger Gehalt. Talos Kedls Formenvokabular spiegelt das Suchen und Finden des Unvorhersehbaren wider. Seine Skulpturen stellen sich der fließenden Zeit entgegen und symbolisieren eine innere Balance. 1967 in Wien geboren, erlernt er von 1981 bis 1991 die künstlerischen Techniken der Metall- und Steinbearbeitung, ehe er Betriebswirtschaftslehre studiert. Seine Plastiken sind von einem hintergründigen, verklausulierten Gehalt. Durch das vordergründig unfertig erscheinende Motiv wird bei näherer Betrachtung der Figuren eine neue Ebene eröffnet. Die geschaffenen Werkstücke erhalten eine zeitliche Dimension. Kedl weist in seiner Plastik über den gegebenen Status quo der Skulptur hinaus und zeigt mögliche Alteritäten.

Freude und Leichtigkeit. Christine Elefant- Kedls Vorfahren stammen aus vielen Teilen der Donaumonarchie, aber auch aus Frankreich, ja sogar aus der fernen Mongolei. Das weitet den Blick, der kreative Kompositionen mit spontaner Rhythmik und intensiver Farbenkraft entstehen lässt und dem Betrachter Ruhe, Kraft und Geborgengeit vermittelt. Die fließenden Bewegungen, das Dahingleiten und Schweben vermitteln eine außergewöhnliche Ausdruckskraft der Freude und Leichtigkeit. Ein perfekter Balanceakt zwischen Dynamik und Harmonie.

Kedl&Kedl, Kupfer und Leinwand, Kulturzentrum
Oberschützen, bis 14.3.2014, Mo-Do
8-15.30, Fr 8-12.30 und bei Veranstaltungen