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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Das Blühen gemalt

Großer Kunstkalender mit Aquarellen von Sr. Elfriede Ettl erschienen

„Malen Sie nicht die Blumen, sondern das Blühen“, fordert Oskar Kokoschka bei der Internationalen Sommerakademie in Salzburg Sr. Elfriede Ettl auf. Kokoschka nennt sie „meine kleine Schwester“. Zeit ihres Lebens zehrt sie von den Erfahrungen aus Kokoschkas „Schule des Sehens“, die sie zwei Mal, 1954 und 1961, besucht. Am 28. Feber 2014 würde Sr. Ettl 100 Jahr alt werden. 

Die burgenländische bäuerliche Architektur war Sr. Ettls Domäne. (Katalog)
Der runde Geburtstag von Sr. Elfriede Ettl wirft bereits seine Schatten voraus. Das Land Burgenland und der Orden der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, dem Sr. Ettl angehörte, werden im Jänner eine Ausstellung in der Landesgalerie ausrichten. Bereits jetzt hat ein großes Bankinstitut, die Bank Burgenland, einen Kunstkalender mit burgenländischen Motiven in Aquarelltechnik, der Domäne Sr. Ettls, herausgegeben.

Es malt aus mir heraus. Die großen Kalenderblätter haben burgenländische Motive zum Inhalt. Da sind die für Schwester Ettl so typischen Buckelkörbe tragenden Frauen, die barocken Bürgerhäuser aus Eisenstadt, die Burg Güssing und die malerischen geschwungenen Giebelhäuser aus den burgenländischen Dörfern, die sie so gerne malte. „Das Aquarell“, meinte die Künstlerin einmal, „lebt vom Licht. Das Wesentliche ist die innere Umsetzung. Das Sehen wird zum Einsehen, es transportiert die geistige Erlebnissphäre. Und das Schönste passiert einfach. Es malt aus mir heraus.“

Ich breche die Gerade. „Mal nicht so schief!“ hatte sie einst ihr Vater ermahnt. „Du kannst es ja gerade“. Ettl hat ihm indirekt erwidert, wenn sie ihre Malweise zu erklären versuchte: „Ich breche die Gerade und lasse die Linien konisch aufeinander zulaufen und erreiche so eine dynamische Räumlichkeit, die alle Gesetze der herkömmlichen Perspektive überwindet.“ Ihre ganze Leidenschaft und Liebe zum Burgenland hat in ihren großen Zyklen „Kroaten“, „Heanzen“, „Eisenstadt“ und „Güssing“ Niederschlag gefunden. Der Kalender führt zwölf Blätter daraus zusammen.

Der Kalender kann gegen eine Spende von 10 Euro, die für einen karitativen Zweck verwendet werden, in den Filialen der Bank Burgenland erworben werden. Die Ausstellung in der Burgenländischen Landesgalerie „Bruder Pinsel, Schwester Farbe – Elfriede Ettl zum 100. Geburtstag“ wird in der Zeit von 16. Jänner bis 9. März 2014 gezeigt werden.