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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Bilder im Kopf

Fünf Jahre Jugendkulturinitiative „Zooming Culture“ im Projektraum der Landesgalerie

Mit dem „Zooming Culture Fotowettbewerb“ der Kulturabteilung des Landes wird seit 2008 ein Impuls gegeben, jungen Fototalenten aus dem Burgenland eine Plattform für Ausstellungen zu bieten. Heuer geht diese Initiative in ihr sechstes Jahr. Aus diesem Anlass wurden die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen fünf Jahre zu einem Workshop eingeladen, dessen Ergebnisse nun in einem Ausstellungs-Projekt unter der Federführung von Steve Haider gezeigt werden.

Die 1984 geborene Iris Enz hat 2008 den Fotowettbewerb gewonnen. KATALOG

Sandra Rauchbauer, Iris Enz, Bianca Geiger, Mary Binder, Elias Stangl, Babsi Amon, Christoph Welkovits und Daniela Hanzl sind jene acht jungen Fotografinnen und Fotografen, die den ersten Preis der seit 2008 bestehenden Jugendkulturinitiative „Zooming Culture“ gewonnen haben. Steve Haider ist seit fünf Jahren fachlicher Begleiter von „Zooming Culture“ und als Workshop-Leiter und Juror tätig. Der Illmitzer gewann bereits in jungen Jahren etliche Preise, darunter zweimal den Landesjugendkulturpreis.

Eigenständigkeit fördern. Die Ausschreibungen wurden jeweils unter ein Thema gestellt: Streetlife (2008), Grenzen (2009), Arbeitswelt (2010), Beziehungen (2011), Tolerant sein (2012). Mit dem Projekt „Zooming Culture“ soll die Entwicklung eines eigenständigen, individuellen und differenzierten Standpunktes von Jugendlichen gefördert werden. Dass dies mit den Mitteln ihrer unmittelbaren Lebenswelt und in der unmittelbaren Lebensumgebung, wie Handy, Computer, Musik, Foto, Video, Elektronik geschieht, macht das Projekt so wertvoll, meint Alfred Masal, Gesch.ftsführer des Offenen Hauses Oberwart, in dem die jährlichen Workshops und Ausstellungen von „Zooming Culture“ seit 2008 stattfinden.

Möglichst viele ansprechen. Was 2008 mit Wettbewerb, Workshops und Musikfestival noch in bescheidenem Rahmen startete, hat sich immer weiter entwickelt. Mit den alternativen Kulturzentren KUGA, OHO und Cselley-Mühle konnten Partner für die Abwicklung von Workshops und Veranstaltungen gewonnen werden. Und professionelle Konzertveranstalter betreuen heute die Organisation der Abschlussveranstaltung und des Bandwettbewerbs. Angesprochen werden sollen aber nicht nur junge Künstler, sondern ein möglichst breites Spektrum von Jugendlichen.

Fotoausstellung „Bilder im Kopf. 5
Jahre Zooming-Culture“, Projektraum der
Landesgalerie, Esterházyplatz 5, 11.10. bis 11.11.
2013, Di-Sa 9-17, So/Ftg 10-17 Uhr, Eintritt frei

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Visionärer Fürst

Heuer jährt sich zum 300. Mal der Todestag von Fürst Paul I. Esterházy.

Paul I. ist eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der Familie Esterházy. Ursprünglich für den geistlichen Stand bestimmt, muss er nach dem Tod seines Bruders an die Spitze des Magnatenhauses treten. Paul dichtet, komponiert, musiziert, tanzt und malt. Er ist ein Förderer der Kunst, gründet die Esterházy-Sammlungen und nimmt an Feldzügen teil. Er lässt viele Kirchen erbauen, darunter Frauenkirchen, Eisenstadt-Oberberg und Loretto. Für seine zweite Frau Eva Thököly wird in der Franziskanerkirche in Eisenstadt eine Ikonostase zur Erinnerung an ihre Heimat errichtet. Unter ihm erhält das Schloss in Eisenstadt seine heutige Gestalt. Er engagiert sich auch in der Armenfürsorge und gewährt zahlreichen vertriebenen Juden Schutz, allein 1671 3.000.


Für seine Loyalität zum habsburgischen Kaiserhaus erhält er 1687 von Leopold I. den Fürstentitel, weshalb sein Wappen ein großes „L“ ziert. Vom ebenfalls musikbegeisterten Kaiser Leopold I. lässt er sich inspirieren, die bereits unter seinem Vater, Graf Nikolaus Esterházy, begonnene Etablierung einer eigenen Hofmusik auszubauen, die sich Jahrzehnte später mit den Fürsten Nikolaus I., dessen Enkel Nikolaus II. und Joseph Haydn zur Hochblüte entfalten sollte.

Von Adam bis König Attila. Die von ihm in Auftrag gegebene Ahnengalerie zeigt in fast 400 barocken Portraits die Geschichte der Esterházys, die nicht nur fast alle Würdentr.ger Ungarns, sondern auch die biblischen Gestalten Adam und Noah, Hunnenkönig Attila und Graf Dracula für seine Genealogie vereinnahmt, was barocker Geschichtsschreibung entspricht. 1711 gibt Paul die religiöse Liedersammlung „Harmonia Caelestis“, ein Werk, teils auch mit Texten aus seiner Hand heraus, das als erstes bedeutendes Barockwerk der ungarischen Musikgeschichte gilt.

Barocke Schatzkammer. Hinter dicken Mauern und mit komplizierten Sperrmechanismen verschlossen, richtet Fürst Paul ab 1692 im Herzen der Burg Forchtenstein eine Schatzkammer ein. Sie ist heute die einzige am Originalstandort erhaltene barocke Kunstkammer Europas und spiegelt eine sehr späte Erscheinung der humanistischen Sammlungsidee wider, die mittels des Mikrokosmos „Kunstkammer“ den Makrokosmos „Welt“ veranschaulichen soll. Fürst Paul zeugt 26 Kinder. Er stirbt 68jährig am 26. März 1713 und wird in der Krypta der Franziskanerkirche in Eisenstadt beigesetzt.

Paul I. – Visionär und Humanist,
Harmonia Caelestis, Schloss Esterházy,
bis 11. 11. 2013, täglich 9-18 Uhr