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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Mittwoch, 13. November 2013

Volkskundliche Schätze

Das Museum Oberschützen wurde von Andreas Lehner neu gestaltet

Der Künstler Andreas Lehner ist ein umtriebiger, phantasievoller, ideenreicher und unermüdlicher Animateur, der seine Region mit vielen Projekten bereichert. So geht der Grenzerfahrungsweg Bildein ebenso auf sein Konto wie Ausstellungsgestaltungen auf Burg Schlaining, im Museum Hartberg oder bei der Gedenkstätte des Kreuzstadels Rechnitz. Seit 2011 ist Andreas Lehner auch Mitglied im Bundesbeirat für regionale Kulturinitiativen. Nun hat er das Museum Oberschützen nach den neuesten museumsdidaktischen Richtlinien einem Relaunch unterzogen.

Im Museum Oberschützen können Besucher auch alte Spielsachen bewundern (ARCHIV)

Heuer begeht das „Haus der Volkskultur“ in Oberschützen sein zehnjähriges Bestandsjubiläum. Es gewährt Einblicke in die Geschichte des Burgenlandes in der Zeit des 19. Jahrhunderts. 2003 wurde das Museum – aufbauend auf der Sammlung Simon – eröffnet. Es weist zwei Schwerpunkte auf: die Präsentation der volkskundlichen Sammlung von Franz Simon und die Dokumentation „Pfarrer Gottlieb August Wimmer“. Um die Präsentationen einer breiteren, auch jüngeren Besucherschicht besser und interessanter zugänglich zu machen, wurde die Ausstellung nun neu gestaltet.

Medienmix und modifizierte Themenstellung. Museumsgestalter Andreas Lehner setzt dabei vor allem auf einen gezielten Medienmix und eine modifizierte Themenstellung. In der Ausstellung werden anhand des wechselvollen Lebens von Gottlieb August Wimmer Aspekte der Geschichte des 19. Jahrhunderts wie Glauben und religiöses Leben, Schule und Lernen, Naturwissenschaft, wirtschaftliche Reformen, Gesundheitsvorsorge, Revolution, Flucht und Exil thematisiert. Illustriert werden die Themen mit Exponaten aus dem Leben von Pfarrer Wimmer und aus der Sammlung Simon. Die Texte dazu stammen vom ehemaligen Superintendenten des Burgenlandes, Univ.-Prof. Gustav Reingrabner.

Zwei maßgebliche Persönlichkeiten. Gottlieb August Wimmer – er lebte von 1791 bis 1863 – wirkte fast 30 Jahre in Oberschützen und gründete hier die evangelischen Schulen, die für den gesamten westpannonischen Raum von großer Bedeutung waren. Der 1909 geborene Kunsterzieher Franz Simon trug eine beträchtliche Zahl bäuerlicher Gerätschaften zusammen und wurde vor allem wegen seiner Bücher, die in einzigartiger Weise und detailgetreu die bäuerliche Architektur des Südburgenlandes dokumentieren, bekannt. Sie erreichen heute Preise von über 1.000 Euro. Simon starb 1997.

Museum Oberschützen, Hauptstraße
25, Mo-Fr 8.30-11.30, Mi/Sa 15-16.30
sowie gegen tel. Anmeldung unter
0664/78 29 059 oder 03353/61 60 12