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Kirche, Kunst und Kultur

© Diözese Eisenstadt

Mittwoch, 25. September 2013

Vom dörflichen Leben

Das „Dorfmuseum Mönchhof“ zu Gast im Burgenländischen Landesmuseum.

Der „Christus am Ölberg“ über den Ehebetten ist heute ebenso aus den Schlafzimmern verschwunden wie die „Santa Maria“ als Fernsehleuchte. Dagegen halten sich Dürers „Betende Hände“ oder Hochzeitsbilder nach wie vor als Wanddekoration. Einen Blick in die Häuser der Burgenländer von damals, als das Leben noch karg und bescheiden verlief, gewährt das „Dorfmuseum Mönchhof“, das nun am Beginn einer Reihe von Museen steht, die zu einem Gastauftritt ins Landesmuseum eingeladen werden.

Einkaufen wie anno dazumal: im Kaufhaus des Dorfmuseums. ZVG

1990 eröffnen Christine und Josef Haubenwallner in Mönchhof ein kleines Privatmuseum, aus dem inzwischen ein umfangreiches Freilichtmuseum mit 35 Gebäuden geworden ist. Es gibt Einblick in das Alltagsleben der Dorfbevölkerung des Heidebodens in der Zeit von 1890 bis zu den 1960er-Jahren. Zu sehen sind neben einem typischen Wohnhaus der damaligen Zeit ein Gasthaus, eine Volksschule, eine Greißlerei, ein Kino, ein Postamt, eine Gemeindestube, ein Feuerwehrdepot, ein Milchhaus, ein Geräteschuppen, eine Schmiede, eine Schuster-, eine Radiound eine Fassbinderwerkstatt, eine Schrotmühle, ein Weingarten mit einem Kreuzweg sowie ein evangelisches Bethaus und eine katholische Kirche. Sogar ein kleines Zollhaus wurde nachgebaut.

Museumsgütesiegel. Das Dorfmuseum möchte neben den typischen Wohnhäusern und Werkstätten die Grundlagen der Existenzsicherung der bäuerlichen Bevölkerung des Heidebodens sowie die Bevorratung für den Eigenbedarf zeigen. Damit soll das Leben der Menschen und ihr Tagesablauf geschildert werden. Der Blick in die Häuser dokumentiert auch die bescheidenen Wünsche nach ein wenig Luxus wie Schablonenmalerei, Erinnerungsfotos und religiöse Bilder.

Reihe „Zu Gast“. Die Besucher können neben einer Kegelbahn, einer Jagdhütte und einem Fischteich auch einen Eiskeller, ein Halterhaus und eine sogenannte „Halbwirtschaft“ besichtigen, die neben den Wohnräumen die dazugehörigen Wirtschaftskammern, Viehställe, einen Wagenschupfen, einen Stadel und einen Weinkeller umfasst. Zu sehen sind auch eine Backstube und ein kleiner Bäckerladen. 2002 erhielt das Dorfmuseum das Österreichische Museumsgütesiegel. Das Landesmuseum will die Reihe „Zu Gast“ mit Sonderausstellungen über kleine Museen und spezielle Sammlungen, die die Vielfalt und Besonderheiten der burgenländischen Regionen widerspiegeln, fortsetzen.

Die eigenen vier Wände, Das Dorfmuseum Mönchhof, Burgenländisches Landesmuseum Eisenstadt, bis 11. November 2013, Di-Sa 9-17, So/Ftg 10-17 Uhr